Hey Dresden

Hey Dresden,

wieder mal musst du eine rechtsradikale Großveranstaltung aushalten. Als ob dir mit den MontagshetzerInnen von Pegida nicht schon genug zugemutet wird. Heute wollen sich also die Identitären zu einem Vernetzungstreffen versammeln. Wieder werden sich ein paar wenige Menschen dagegen stellen und der völkisch- nationalen Hetze widersprechen. Diese paar Menschen sind der Grund, weswegen ich Dresden noch etwas mag. Doch wo sind die anderen BürgerInnen deiner Stadt? Mensch Dresden, du musst zugeben, sie lassen dich im Stich. Sei mal ehrlich, denen ist es doch egal, ob die ganze Welt denkt, du bist eine Nazistadt. „Dresden- Hauptstadt der Bewegung“, so propagiert es Pegida, die Hauptstadt von völkischer Hetze, islamfeindlicher Popkultur und rassistischen Übergriffen. Die Hauptstadt, in der Menschen die für Menschlichkeit einstehen, von Pegida- Ordnern, oder Teilnehmern angegriffen, mit CS Gas attackiert und durch die Polizei unterstützt, mit Buttersäure verätzt werden. Die Hauptstadt, wo Polizisten die Pressefreiheit aushöhlen und verletzen, um TeilnehmerInnen von Pegida zu unterstützen. Wenn diese dann noch beim LKA als Buchprüfer arbeiten und an sensible Datenbanken wie Melderegister, Aktionsspläne für Durchsuchungen etc. kommen, dann wird es noch schlimmer. Doch deine Bürger lassen dich alleine, liebes Dresden. Sie lassen es zu, dass im Rest der Welt, nein nicht nur in Deutschland, wirklich in der ganzen Welt, Dresden als Nazistadt gesehen wird. Viele Menschen haben Angst nach Sachsen zu fahren, wie oft habe ich schon gehört:“Dresden, this is the City with the Far-Right Rallyes, right? The City with the Nazis on the streets? No thanks, i travel to Cologne, or Munich!“
Dein Bild ist auf Jahre ruiniert, nicht weil ein paar mutige Menschen sich gegen diese rassistischen Aufmärsche, Kundgebungen und Konzerte stellen. Sondern weil es nicht mehr Menschen tun. Deine BürgerInnen wollen angeblich den Nazis nicht mehr Aufmerksamkeit geben, als sie eh schon bekommen. Diese Taktik ist schon vor Jahren nicht aufgegangen, im Gegenteil. Sie hat dafür gesorgt, das die Nazis sich noch weiter ausbreiten konnten. Jetzt ist es schon fast zu spät, weil die Menschen dich einfach den Nazis überlassen haben, liebes Dresden.

Ich drücke euch, ihr die Menschen, die ihr euch gegen Rassismus, Nationalismus und faschistische Hetze stellt. Ihr seid die Guten, ihr seid das einzig Gute an Dresden, seid euch dessen Bewusst. Euch sollten die Menschen dankbar sein, weil ihr den Mut und die Courage habt, den sie wohl nicht haben. Sie kämpfen jeden Montag gegen Faschismus, Rassismus und Diskriminierung, sie sind die wahren Heldinnen von Dresden.

Ihr BürgerInnen, die ihr eure Stadt aufgegeben habt, wenn ihr euch nicht bald aufrafft und euch den Menschen anschließt, die sich gegen Identitäre und Pegida, gegen NPD und Kameradschaften stellen, dann werdet ihr in einer gefallenen Stadt Stadt leben, die von Hass und Wut vergiftet ist. Aber, dann liebe BürgerInnen, dann beschwert euch nicht, wenn die Menschen sagen, Dresden sei eine Nazistadt. Dieses Bild habt ihr selbst zugelassen, dieses Bild hat eure Inaktivität und Ignoranz erst ermöglicht.

Leeve Jroos

Dein Barschlamperich

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