Superbowl Sunday, die Auswirkungen des Hypes

Ja, liebe Freundinnen und Freunde, dies ist wieder einer dieser „Früher war es Anders“ Texte und der muss Heute raus. Denn es ist Superbowl Sunday, der Sonntag an dem Legenden gemacht , Geschichten geschrieben und Sieger gekürt werden. Der Tag an dem fast ganz Amerika still steht, die Kriminalitätsrate sinkt und sich die Nation in zwei Lager aufteilt. Entweder du bist Fan der Patriots, oder du bist für die Gegner der Übermannschaft der letzten Jahre. Für mich ist dieser Tag seit nunmehr über drei Jahrzehnten ein besonderer Tag. War ich mit diesem Umstand viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, Teil einer überschaubaren Gruppe Menschen, ist dies dank der Live Übertragungen, der Saisonspiele im Free TV auf ProSieben Maxx immer größer geworden. Habe ich die ersten 15 Jahre noch hoffen müssen das die Britischen Sender übertragen, so konnte ich später im Kabel TV das Finale der NFL sehen, später kamen die ersten Parties von meinem Verein, den Düsseldorf Panther, oder Rhein Fire, dem Düsseldorfer Team der NFL Europa dazu. Später nötigte ich die Gäste der Bar in der ich arbeitete dazu, das Spiel der Spiele zu schauen. Heute schaue ich das Spiel in Ruhe am heimischen TV, mensch wird schließlich auch älter. Doch die Vorbereitung auf das Spiel waren bis vorletztes Jahr noch eher eine, sagen wir mal exotische Sache. Finger Food, Getränke wurden in besonderen Läden geholt, lieben Gruß an den „Grocery Store auf der Corneliusstr., oder in liebevoller Heimarbeit selbst hergestellt.

Heute ist das Ganze etwas einfacher und nimmt teilweise absurde Züge an. Heute kannst du dich mit „American Food“ Boxen bei Netto eindecken, bei Real Merch deines Lieblingsteams kaufen und die Getränke bekommst du easy im Getränkemarkt nebenan. Natürlich wurde in den Prospekten alles mit „Superbowl Special“ beworben. Da kannst du die Chips im Megapack erwerben, die Chicken Winds gibt es drölfzig Geschmacksrichtungen und das Amerikanische Maisbier in Big Boxen, dazu ein Badehandtuch der bekanntesten Teams erwerben. Es ist schon faszinierend welche Ausmaße das Ganze angenommen hat. In meiner Gegend ist bekannt, dass ich Football liebe und auch aktiv betreibe. Da kommt es mittlerweile vor, dass mich der Typ an der Kasse mich mit den Worten „Watt meinste, wer gewinnt datt Dingen am Sonntag?“ begrüßt. Was mich eher irritiert, als zu einem Dialog motiviert. Sicher, wenn nach diesem Wochenende nur 2 Spieler mehr beim Training meiner Teams stehen, ist der Hype ein großer Gewinn für unseren Sport. Doch dennoch vermisse ich auch die Zeiten, als ich mich Nachts mit mit einer Decke eingemummelt, Kakao und Malzbier trinkend, gemeinsam mit meiner Mutter auf BBC den Superbowl schaute, um am nächsten Morgen glücklich und völlig übermüdet in der Schule saß und keiner verstand wieso.

Egal wie ihr den Superbowl schaut, ob in einer Arena in Hamburg, oder Köln mit 10.000 anderen Fans, in Hamburg mit der Footballerei, mit eurem Team, euren Freunden in einer Bar, Kneipe, im Partykeller, oder wie ich alleine, mit meiner Familie in Ruhe zu Hause, genießt diesen Superbowl und macht das Beste draus. Ich persönlich rieche schon den Kakao und das Essen.

Leeve Jroos
Euer Barschlamperich

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