Lieber Fabian Eberhard, bleib mutig und kritisch!

70.000 Mails voll Hass, voll Beschimpfungen, Gewalt- und Mordrohungen, haben dich dazu gebracht, dich aus den sozialen Medien zurückzuziehen. Rassistische, nationalistische Internetkrieger aus Polen, den USA und Deutschland haben sich dich als Ziel ausgesucht, weil du kritisch über den größten Aufmarsch nationalistischer Parteien, Nazigruppen Europa und antidemokratischer Bewegungen aus ganz Europa, in Warschau berichtet hast. Dort wo am letzten Wochenende die regierende Partei gemeinsam mit Neo- Nazis aufmarschierte um zu zeigen, was uns in Europa in den nächsten Jahren erwartet, wenn wir dem Rechtsruck in Europa nicht entschieden entgegen treten. Du hast genauer hingeschaut, hast nicht nur die Bilder von Kindern, Nonnen und Bürgern übernommen, die die Regierungspartei verbreitete, sondern genauer hingeschaut. Du hast also deinen Job als Journalist gemacht und den Aufmarsch im Ganzen gesehen.

Nazis auch aus Deutschland

Auch aus Deutschland waren Identitäre, 3. Weg, NPD, Freie Kameradschaften und PEGIDA angereist um ihre befreundeten Nazikader aus Polen zu unterstützen, sich auszutauschen, zu vernetzen und endlich mal wieder ungestraft Nazi sein dürfen. Über All das hast du berichtet, dafür bist du jetzt eine Zielscheibe.

Manchmal stimmen die Sprichworte

„Getroffene Hunde bellen am lautesten“ heisst es und in diesem Fall trifft es zu 100% zu. Doch sei bitte stark und arbeite weiter kritisch und aufmerksam, denn sonst überlässt du Nazis, Rassisten und nationalistischen Gruppen das Feld und das wäre der Beginn der Zensur. Denn wenn aus Angst die kritischen Stimmen verstummen, wer soll die Rechten dann noch aufhalten? Sicher, manche kritisieren deinen Rückzug aus den sozialen Medien, genau wegen diesem Grund. Doch sind die sozialen Medien nicht Alles und du hast ja nicht deinen Job geschmissen du gehst einfach in Deckung um das virtuelle Trommelfeuer der Rechten ohne Schaden zu überstehen. Als es wärend und nach den Proteste gegen den G20 Gipfel zu ähnlichen Attacken auf Sören Kohlhuber kam, weil er die rechtsnationale Amerikanerin Lauren Southern und BegleiterInnen identifizierte und ihren Standort via Twitter bekannt gab, hat auch er zu recht eine Zeit den Kopf eingezogen und dann einfach weiter gemacht. Das wünsche ich mir auch von dir, lieber Fabian. Ich solidarisiere mich mit dir und möchte dir für deine kritische Arbeit danken. Menschen wie du sind der Grund weshalb ich Journalistik studiere.

Solidarität mit Fabian Eberhard

Ohne kritischen Journalismus ist die Demokratie gefährdet. Wenn die kritischen Medien und Medienschaffenden Angst haben, ihren Job auszuüben, dann ist die Demokratie in höchster Not! Fabian, lass dich nicht unterkriegen!

Leeve Jroos

Dein Barschlamperich

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