Ein Kapitel ist beendet

Aus Ende und vorbei…. Es ist vollbracht, ich bin nach 10 Wochen aus der Tagesklinik entlassen worden. Was nicht gleich bedeutet, dass ich jetzt geheilt und wieder gesund bin. NEIN, ganz klar Nein, im Gegenteil sogar. Ich bin nur weniger instabil und belastbarer als vor meiner Zeit in der Tagesklinik und ich bin auch wieder etwas fitter und meine Schulter ist wieder belastbarer, aber immer noch nicht bei 100% . Das war auch nicht das Ziel des Aufenthalts, das Ziel war eine Stabilisierung der Psyche und eine wieder Inbetriebnahme der Schulter. Die Schulter ist durch die sogenannte „Frozen Shoulder“ beeinträchtigt bzw. fast ganz ausser Gefecht gewesen.

Frozen Shoulder, niemand weiß genau wieso dieses Phänomen auftritt und es gibt viele Ideen wie dieses Syndrom, dass die Schulter fast komplett ausschaltet, zu behandeln ist. In meinem Fall war eine Mischung aus psychiatrischer und sportlicher Rehabilitation um gleichzeitig meine schwere Depression zu behandeln. Denn es wird auch vermutet, dass meine Schulterverletzung von meiner Psyche herbei geführt wurde. Nun kann ich den Arm wieder selbstständig bewegen und auch meine Depression wird langsam besser. Also entschlossen die Ärzte mich zu entlassen. Da ich aber weder einen Arzt mit psychiatrischer Erfahrung habe, noch einen Psychotherapeuten, der mich weiter behandeln könnte, bin ich von der Tagesklinik in die Ambulanz gewechselt. Leider nur für einen Monat, dann muss ich einen Arzt gefunden haben. Wenn nicht, wird es wohl spannend werden. Denn dann bin ich erstmal auf mich alleine gestellt. Wobei ich im Moment noch an einer Lösung innerhalb der LVR arbeite. Aber, dazu demnächst mehr, wenn ich da eine feste Zusage habe. Sollte ich keine Lösung finden, muss ich erstmal ohne Medikamente und Hilfe versuchen zu leben, oder besser gesagt gegen meine inneren Dämonen zu kämpfen. Aber, erstmal abwarten und weiter Möglichkeiten suchen.

Danke nochmal an meine ehemaligen MitpatientInnen, ob ihr seit dem Beginn meines Aufenthalts, oder in den letzten Stunden meines Gastspiels mit mir dort wart. Ihr seid alle großartige Menschen, auch wenn ihr euch gerade nicht so fühlt, ihr seid Toll und Wunderbar. Denn ihr habt mir den Aufenthalt wirklich erträglich gemacht und jede/jede von euch hat irgendwie Spuren in mir hinterlassen. Spuren die mich und mein Denken beeinflusst hat und auch weiterhin beeinflussen wird. Tipps, Erfahrungen und Meinungen haben wir ausgetauscht, wir bemerkten Alle das wir nicht alleine mit unserem Scheiß im Kopf, mit dem kleinen Drecksack, der Depression sind. Wir haben uns geholfen, zugehört, haben gelacht, gelitten und gefühlt. Wir sind Brüder und Schwestern im Geiste, die wissen wie Depressionen zerstören können. Einige dieser Menschen werde ich in nächster Zeit hier zu Wort kommen lassen, denn es waren viele kreative Menschen unter ihnen. Und ich werde sie einladen, hier bei mir, in meinem „Wohnzimmer“ über sich, ihre Erfahrung und ihr Schaffen zu berichten. Ich weiß nicht, welcher Mensch dieser Einladung folgen wird, aber ich denke es wird Spannend und Interessant.

Jetzt schließe ich das Kapitel „Tagesklinik“ und widme mich hier wieder anderen Dingen. Sei es American Football, Politik, oder das Liebesleben der Pflastersteine, es wird immer etwas zu schreiben geben. Ich hoffe ihr bleibt mir erhalten und gebt mir weiterhin Feedback und neue Denkansätze.
So, genug geschrieben und sinniert, aber es ließ mir keine Ruhe. Jetzt wünsche ich euch ein schönes Wochenende mit viel Sonne und schönen Stunden bei dem was euch Spaß macht. Wir lesen uns bald wieder.

Leeve Jroos
Euer Barschlamperich

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