It’s raining Flags – Meine Nachbetrachtung zum NFL Kickoff 2018

Die erste lange Football- Nacht der Saison liegt hinter uns und der Verfasser dieser Zeilen liegt geistig in seinem warmen Bett und schläft erstmal 24 Stunden durch. Aber wie das Leben so spielt, sitze ich hier, existiere nur durch Unmengen an Koffein und Vitaminen und versuche die Nacht zu rekonstruieren. Und es gibt Einiges zu besprechen, denn dieses Spiel hat viele Fragen aufgeworfen und neben fragwürdiger Calls und Flaggen, vielen Flaggen, war es auch kurzzeitig mal spannend.

Unwetterwarnung- Verzögerung in Philadelphia

Das Spiel stand von Anfang an unter keinem gutem Stern. Denn die Kickoff Zeremonie musste erstmal warten, über Philadelphia tobte ein heftiges Unwetter mit starkem Regen, Blitz und Donner. Um die Fans, Spieler und Offiziellen zu schützen, verschob die NFL den Kickoff um eine halbe Stunde und schickte die Spieler in die Kabine.

Nach der halben Stunde Verspätung konnte es dann aber losgehen. In einer kleinen Zeremonie mit Kindern und dem Hall of Famer Randall Cunningham als Moderator und Einheizer, brachte Eagles Owner Jeffrey Lurie die Vince Lombardi Trophy ins Stadion. Dazu wurde der Eagles Fight Song gesungen und das Banner für die erste World Championship entrollt. Alles in Allem eine schöne nicht zu spektakuläre Zeremonie, die genau zu den Eagles passte, nämlich viel Eagles und wenig Show.

Dann sangen Philadelphias bekannteste Stimmen, die Boyz 2 Men die Nationalhymne und was soll ich sagen, trotz Nike Clip kniete sich niemand hin.

Das Spiel – harte Kost für Offensive Fans, viel Spaß für Defensive Freaks.

Niemand (also niemand den ich kenne) rechnete in Woche 1 mit einem Feuerwerk an grandiosen Spielzügen und Big Plays, doch die Offensiven beider Teams unterboten die Erwartungen noch. Beide Quarterbacks spielten kaum einen sicheren Pass und die Ofeensive Lines waren in etwa so stabil, wie das Kartenhaus meines Sohnes im Garten bei Windstärke 7. Also tobten sich die Passrusher beider Teams fröhlich im Offensive Backfield aus und gaben den Spielmachern mehr als einmal eine Biologiestunde zum Thema „Rasen aus der Nähe betrachtet“. Leider wurden einige sehenswerte Sacks mal wieder durch Strafen aufgehoben. Besonders der Call „Roughing the Passer“ im 3. Quarter war mehr als Fragwürdug. Da der Quarterback den Pass eine Sekunde vor dem Einschlag des Defensive End noch weg warf und dieser ungebremst in den Spielmacher flog, wurde es kein Safety, den in dem Moment Alle erwarteten sondern ein neues 1st. Down an der 20 Yards Linie. Sicher, der Quarterback sollte geschützt werden, aber durch diese Regelauslegung wird es für die Passrusher der Liga fast unmöglich ihren Job richtig zu machen. Denn bei jedem Sack riskieren sie nun eine persönliche Strafe und bei Wiederholung mit einem Ausschluss vom Spiel. Auch sonst hatten die Referees die Flaggen sehr locker sitzen und so kam es bei fast jedem 2. Snap zu einer Strafe. Dies sorgte für jede Menge Unmut bei den Spielern und Coaches und zerstörte den eh kaum vorhandenen Fluß des Spiels. Auch die neue Catch Regel sorgte mehrfach für Aufregung und besonders die Falcons werden die Tage nochmal genau ins Regelbuch schauen. Falls mir jemand diese Regel mit einem praktischen Beispiel vorführen kann, sodass wir Alle sie verstehen, den Lade ich zu einer Limonade ein. Kurz vor Schluss drehten die Falcons das Spiel durch den ersten Touchdown des Spiels und sahen wie der sichere Sieger aus, doch leider verpasste der sonst sehr sichere Kicker Matt Bryant den PAT und so wurde es in der Schlussphase noch mal Spannend, denn durch den verpassten Kick, konnten die Eagles mit einem FG den Ausgleich erziehlen. Wie der Teufel es will, sorgte der sonst eher spärlich eingesetzte RB der Eagles Ajayi mit einem seiner JayTrain Runs für den Touchdown und im Stadion für kollektives Ausrasten. Also gingen die Eagles in Führung und verteidigten diese auch mit ein wenig Glück bis zum Spielende, denn Matt Ryan versuchte noch in der Schlussminute einen letzten Pass auf seinen Lieblingsreceiver Julio Jones, der den Pass leider nicht fing und so die letzte Hoffnung der Falcons auf einen Auswärtsspiel beim Titelverteidiger zerstörte.

Mein Fazit

Es ist Woche 1 und somit eher die kleine Schwester der Preseason. Das Spiel war auch aufgrund der vielen pingeligen Strafen eher harte Kost, als ein Gourmet Mahl. Dennoch hatte sich gelohnt, sich die Nacht mit der #ranNFL Community um die Ohren zu schlagen. Das ranNFL Trio, Coach Esume, Icke und Experte Markus Kuhn führten die Fans mit kleinen Anekdoten (Top Story, die Sache mit dem überrollten Hund) und Frotzeleien („Wir haben Alles was eine gute Fotball Show braucht, einen Coach, einen ehemaligen NFL Spieler als Experten und eine Blondine, Hallo Icke!“) locker durch die Nacht. Alles in Allem können wir sagen, endlich wieder NFL Football, Tschüss Biorhythmus, bis Februar!

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