Hells Bell

In den letzten Tagen erhitzt ein Spieler die Gemüter der Fans, Le’Veon Bell. Dafür braucht es nicht mal Fans der Steelers in der Diskussion, denn der Streik des Ausnahme Runningback der Steelers hat auch Auswirkungen auf die Fantasy Football Spieler und bringt auch neutrale Zuschauer in Wallung.

Doch worum geht es bei diesem Streit zwischen Le’Veon Bell und seiner Franchise, was ist der Grund für seine Reaktion und wie sollte die Franchise bzw. Headcoach Tomlin reagieren?

Der Hintergrund und Bells Reaktion

Le’Veon Bell ist seit Jahren einer der besten Runningback der NFL, für viele Experten sogar der Beste. Er liefert seit Jahren Bestwerte, ohne die die Steelers nicht die Dauerrivalen der New England Patriots in der AFC wären. Bell fordert endlich einen Blockbuster Vertrag, doch die Steelers verpassten dem Runningback wieder nur das Franchise Tag, was ihm zwar immerhin 14,5 Mio Dollar einbringen würde, was Le’Veon Bell einfach zu wenig ist. Daher entschied sich Bell dazu in den Streik zu treten und den Vertrag mit dem Franchise Tag zu unterschreiben. Ein teurer Streik für Bell, der jede Saisonwoche knapp 893.000 Dollar liegen lässt.

2 Seiten der Medaille

Wie immer bei solchen Situationen hat die Medaille zwei Seiten. Auf der einen Seite, die Franchise, die versucht den Salary Cap nicht zu überschreiten und durch niedriger dotierte Verträge das Gehaltsgefüge im Team ausgeglichen zu halten und Geld zu sparen. Auf der anderen Seite ein Spieler wie Le’Veon Bell, der weiß das seine Karriere beim nächsten Spielzug vorbei sein kann und natürlich soviel Geld verdienen möchte, wie er nur irgendwie kann. Denn die Gefahr einer Verletzung ist bei keiner Position so hoch wie bei den Runningsbacks. Es steht ausser Frage, Bell ist jeden Dollar wert, den die Steelers im zahlen und noch mehr.

Wie reagieren die Steelers und wie der Headcoach?

Die Steelers reagieren gelassen und versuchen die Situation etwas zu beruhigen. Bisher haben sie auf Drohgebärden verzichtet und versuchen die Situation intern zu regeln. Bis letzte Woche schien auch Headcoach Tomlin hinter seinem Star Runningback zu stehen, als er jedoch Heute bei der Pressekonferenz gefragt wurde, wie es seinem Runningback gehe, antwortete er „Connor geht es gut!„. Tomlin plant nur mit dem Team, was im Training auch anwesend ist. Eigentlich ein ganz normaler Move vom Headcoach, dem die Unruhe bestimmt nicht recht ist.

Gewinner und Verlierer

Wie bei jeder Auseinandersetzung dieser Art gibt es auch hier Gewinner und Verlierer. Im Moment sieht es danach aus, dass der größte Verlierer Le’Veon Bell heißt. Denn so wie es im Moment aussieht, werden die Steelers nicht einknicken und auf den Franchise Tag Vertrag bestehen. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten, Bell begibt sich auf den Gang nach Canossa, kriecht bei den Steelers und dem Team zu kreuze und hofft auf die Gnade. Oder die Steelers traden ihn zu einer anderen Franchise, die bereit ist seine Forderungen zu erfüllen und den Steelers ein adäquates Angebot machen. Oder, Bell streikt sich durch die Saison und verliert unglaublich viel Geld, welches er ja eigentlich braucht. Egal welche der beiden Szenarien eintritt, Bell verliert.
Auch die Franchise verliert, denn durch die Unruhe wird es für das Team nicht einfacher und der Verlust eines Spielers von Bells Format ist kaum zu kompensieren. Selbst Team Captain und Center Maurkice Pouncey ist mittlerweile kein Fürsprecher von Bell mehr. Hielt er in am Anfang der Woche noch für einen „großartigen Menschen und Sportler…“ kritisierte er ihn Heute sehr scharf: „Ehrlich gesagt ist das ein bisschen egoistisch. Im Moment bin ich irgendwie stocksauer. Es ist beschissen, dass er nicht hier ist…
Dennoch könnte ein Gewinner aus dem Streik, ein Teil des Teams sein. Denn durch das Fernbleiben Bells wird nun James Connor seine Chance bekommen und viele Experten trauen ihm durchaus zu, für einige Überraschungen zu sorgen. Connor kann seine eigene Cindarella Story kreieren, von der Nummer 2 zum Starting Runningback eines Super Bowl Contender. Sollte er seine Chance nutzen und abliefern, wird die Situation für Bell umso schlechter. Sollte Connor dem Druck aber nicht gewachsen sein, wird Bell in einer besseren Verhandlungsposition stehen.

Eigentlich nur Verlierer

Egal wie dieser Streik ausgeht und wer nachher als Sieger vom Schlachtfeld geht, es wird für Alle ein paar schmerzhafte Wunden geben, die lange brauchen werden, bis sie endgültig verheilt sind.

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