Off Days- die Herausforderung

Die Tage, an denen ich nicht in die Tagesklinik gehe, bezeichne ich als „Off Days„, diese Tage sind gewöhnlich Samstag, Sonn- und Feiertage. Diese Off Days, stellen mich vor die Herausforderungen des Alltages. Zum Beispiel, meine Medikamente trotzdem zu den gewohnten Zeiten zu nehmen und weniger Zeit für Ruhephasen zu haben. Meine Herzfee gibt mir diese zwar, aber sie sind anders verteilt und weniger Intensiv, da ich die Zeit mit meiner Familie nutzen möchte und meiner Herzfee etwas Belastung abnehmen möchte. Sie hat wegen der Reha/ Tagesklinik viel mehr Aufgaben alleine zu bewältigen und weniger Ruhe, als sie eigentlich bräuchte. Ich bewundere sie, wie sie trotz ihrer gesundheitlichen Probleme, mir den Rücken frei hält und ich bin ihr dafür unendlich dankbar.
Dennoch sorgen die Off Days auch dafür, daß meine Depression unbarmherzig zuschlägt. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich meine Familie mit dem Aufenthalt in der Klinik so belaste und vor totale Veränderungen stelle, ohne dass sie sich darauf in Ruhe vorbereiten konnten. Diese Selbstvorwürfe sind zwar eigentlich Blödsinn, dennoch mache ich sie mir. Es wird noch lange dauern, bis ich soweit bin, diese Selbstvorwürfe aus meinem Kopf zu verbannen, oder in positive Gedanken umzuwandeln. Aber ich bin zuversichtlich, denn ich bin es mir und meiner Familie schuldig, gesund zu werden.

Ich werde jetzt versuchen ein wenig zu lesen und mich um mich zu kümmern. Danke auch an euch, die diesen Blog und mein Tagebuch lesen. Ich hoffe, ich kann euch mit meinem Blog einen kleinen Einblick geben, wie ich die Tagesklinik empfinde.

Ein besonderer Gruß geht Heute noch an die Räubertochter, deren Tweets mir im Moment sehr aus der Seele sprechen. Sie macht gerade, aus dem gleichen Grund wie ich, eine stationäre Behandlung.

Daher möchte ich ihr hier nochmal sagen, danke das du gerade deine Gedanken in Tweets teilst und mir zeigst, ich bin nicht alleine mit meinen Sorgen, Ängsten und Gedanken. Du schaffst es, was du durch den Aufenthalt erreichen möchtest, da bin ich mir sicher. Ich drücke dir alle Daumen!

Leeve Jroos
Euer Barschlamperich

2 Kommentare zu „Off Days- die Herausforderung

  1. Moin,

    ueber den Blog und die Twitternachrichten von Markus Bock bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden. Ich wuensche Dir viel Kraft auf deinem weiteren Weg durch die Therapie und danke Dir fuer deine Offenheit, hier in deinem Blog davon zu berichten. Auch durch das Mitlesen hier kann man Kraft und Zuversicht „ziehen“. – Dir und deiner Familie alles Gute !

    Maak et joot,

    Uwe

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