Twitter kann dein Leben verändern….

Update!

Ich habe mich entschlossen, den Nickname der Userin zu schwärzen. Ich wollte keinen Shitstorm gegen die junge Frau starten, leider hatte sie vorher schon ihr Profil abgeschlossen und so wollte ich über meine Plattform etwas zum Thema im Allgemeinen schreiben. Sollte ich ihr durch die vorherigen Screenshots zu Nahe getreten sein und ich sie verletzt haben, tut mir das wirklich leid und ich entschuldige mich hiermit. Dennoch bleibe ich bei meiner Kernaussage.

Update 2!:

Nach einem kurzen Austausch mit der Mutter, habe ich mich dazu entschlossen, die Screenshots und den Tweet zu löschen. Eine Löschung des Beitrags, wie sie sich es gewünscht hat, lehne ich dennoch ab. Da ich das Thema als Solches zu wichtig finde und zum der Kernaussage immer noch stehe.

Es kann es sogar Schwer machen….

Twitter, der Ort wo kreative Sprüche entstehen, die dann auf lustigen Bildern erscheinen, die Keimzelle von Büchern (manchmal werden die Sprüche für die Bücher ganz unPOETisch geklaut) und Kalendern. Mal heiter, mal wolkig, mal Moin, mal gute Nacht. Hier kannst du dir Luft machen, wenn dir etwas passt und auch dich auch mal über den Paketdienst, oder über Dienstleistungen beschweren, wenn es denn angebracht ist. Und da bin ich schon im Thema, angebrachte bzw. unangebrachte Beschwerden in sozialen Medien.

Durch einen Tweet, bin ich auf eine Situation gestoßen, wie es nicht laufen sollte. Dort beschwerte sich eine junge Mutter, das der Kassierer nicht genügend auf den Einkaufsspaß einging. Sie war mit ihrer 13 Jahre alten Prinzessin, die schließlich für sie und das ist auch gut so, der Mittelpunkt der Welt ist, einkaufen und weil es so schön war, wollte die Tochter mit Muttis Karte bezahlen. So weit, so gut! Der Kassierer feierte die Kreditkartenpremiere der Prinzessin NICHT mit Luftschlangenparade und Extradurchsage! Und so twitterte die Mutter, das der Verkäufer, das Lesegerät emotionslos der Tochter übergab.

War er unfreundlich, oder gar pampig, verweigerte er die Zahlung durch die Tochter? Nein viel Schlimmer! Erste Nachfragen bei der Userin durch andere UserInnen brachten dann die tatsächliche Reaktion ans Licht! Der Kassierer war weder unfreundlich noch pampig, nur nicht überaus Happy.

Das rief natürlich auch den Kundendienst der Einzelhandelskette, dem natürlich das Wohl der Kundschaft am Herzen liegt, auf den Plan. Sie schalteten sich sofort ein, was ja im Normalfall mehr als löblich ist. Die Mutter könnte die Sache jetzt ja mit einem, „ach passt schon“ abtun, aber nicht wenn es um ihre Prinzessin geht. Mit einer kleinen Randbemerkung drückt sie dem „emotionslosen“ Verkäufer an der Kasse noch einen rein. Also wurde erst ein wenig abgewiegelt um dann noch die Uhrzeit, die Filiale und die Etage zu nennen. Eine Wertung des Verhaltens überlasse ich euch, ich finde es eher uncool.

Sag mal gehts?

Mal darüber nachgedacht, das der Mensch den ganzen Tag für einen miesen Lohn dort sitzt, zwischenzeitlich angeblafft wird und auch sonst einfach auch nur ein Mensch ist? Er war weder unfreundlich, noch unverschämt, hast du ja selber geschrieben.

Kein Einzelfall

Dieses unschöne Beispiel ist leider kein Einzelfall, sondern kommt immer häufiger vor und macht mir persönlich Sorgen. In Zeiten von Bewertungsportalen und Social Media, kommt es immer mehr zu ungerechtfertigten bzw. übertriebenen Bewertungen, Beschwerden und Erfahrungsberichten, durch KundInnen.

Erst überlegen, dann meckern

Wir sollten uns einfach mal bewusst machen, das solche Tweets vielleicht unschöne Folgen haben. Wenn der Mensch jetzt eine Abmahnung, oder eine miese Beurteilung in der Personalakte erhält, kann sich diese auf seine weitere berufliche Zukunft auswirken, oder sogar zum Verlust des Jobs führen. Nur weil ein Mensch auf Twitter sich, oder sein Kind nicht wie Gott angebetet gefühlt hat. Na super, da wird sich der Mensch aber bedanken, wenn er beim Arbeitsamt, oder dem Jobcenter in der Schlange steht und sich Gedanken machen muss wie er jetzt über die Runden kommt. Hätte er doch eine Sonderdurchsage gemacht!

Sicher, wir Alle haben schon mal gemotzt weil das Paket vom Onlineshopping 3 Wochen vom Paketzentrum bis zur 30 Km entfernten Wohnung brauchte, oder die Ware zerstört, oder beschädigt war. Nur sollten wir einfach zweimal überlegen, ob die Beschwerde wirklich gerechtfertigt ist, denn im Zweifel könnte diese Beschwerde das Leben eines Menschen verändern….

Leeve Jroos

Euer Barschlamperich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s